PRO TOTO RECORDINGS

MUSIK. KUNST. JAZZ. IN SEINER HÖCHSTEN FORM.

PRO TOTO RECORDINGS ist das Platten-Label aus Hamburg. Wir haben den Anspruch, unseren Musikern ein Umfeld zu bieten, in dem die beste und höchste Qualität ihrer Kunst gefördert wird.
Wir wissen, wie wichtig es dabei für unsere Künstler ist, sich auf einen verlässlichen Partner berufen zu können, der sich um die Abläufe kümmert.

 

Wir fördern unsere Musiker, die in der Ausführung ihrer Kunst  in der komplexen Welt der Musikschöpfung eingetaucht sind, indem wir als echter Partner an Ihrer Seite stehen.
PRO TOTO RECORDINGS bietet hochwertige Produktionen mit erfahrenen Partnern aus der Branche. Wir arbeiten in einem flexiblen, international erfahrenen Team und haben Berater mit langjähriger Erfahrung in der Musik- und Medienbranche.

 

PRO TOTO RECORDINGS ist auf Jazz spezialisiert.

Jazz beflügelt, Jazz hat Tiefgang, Jazz inspiriert, Jazz hat Kultur, Jazz ist Funky, Jazz ist Kunst für alle Sinne.

PRO TOTO RECORDINGS IST JAZZ

 

 

UNSERE ERSTE ERSCHEINUNG IN CO-PRODUKTION
DAS NEUE ALBUM HOPE BY MASSOUD GODEMANN TRIO – VERÖFFENTLICHT AM 22. APRIL 2016 

 

 

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„Mit den Saiten die Seele anzupfen“  (T. R. Schulz im Hamburger Abendblatt zum neuen Album HOPE von MG3)

 

HOPE

Entwicklung ist die Konstante. Das gilt sowohl für die Metamorphose, die das Hamburger Massoud Godemann Trio seit etwas über zehn Jahren in personeller Stabilität durchschreitet, als auch für das Detail im schöpferischen Prozess, das innerhalb einer Komposition zu ständig wechselnden Klangfarben und der Vollendung einer Harmoniesequenz führt. Schönheit ist der Puls – Schönheit des Klanges, des Gesamtbildes und des Empfindens, das die kompositorischen Ideen zum Klingen bringt. Doch Schönheit ist nicht ohne den Verweis auf das Unschöne, und Entwicklung nicht ohne den Unterbau des Bewährten denkbar. Und so geht das Massoud Godemann Trio auf seinem dritten Album Hope einen konsequenten Weg weiter, ohne auf der Stelle zu treten, und nähert sich dem Schönen, indem es in Abgründe blickt. Das Pulsieren des Lebens, das steter Veränderung und sich ergänzenden Kontrasten unterworfen ist, ist auch auf Hope die Triebfeder für musikalische Kommunikation, die auf der Basis der Kompositionen Godemanns Farbe gewinnt. Mehr und mehr hat sich der Klang des Massoud Godemann Trios zu einer Art vielfarbigem Gemälde entwickelt, in dem jede Farbe – sprich: jeder Ton, jedes Geräusch, jeder Klang – seinen eigenen, unabdingbaren Ort bekommt. Würde man einen Farbtupfer herausnehmen, eine Nuance verundeutlichen oder einen Pinselstrich unabsichtlich verwischen, wäre das Bild nicht mehr vollständig. Selbst die unbemalten Stellen auf der Leinwand haben ihren zwingenden Grund: Pausen und Leerstellen vervollständigen den Gesamteindruck, um den es in letzter Konsequenz geht.

Denn jeder Ton in jeder der Kompositionen hat seine eigene Bedeutung und ist dort, wo er ist, weil er dort sein MUSS. Seine spezielle Farbe schafft die Ausgewogenheit der ganzen Komposition.Unüberhörbar ist die Hinwendung zum Groove, etwa in Blue Boss, das einen lässigen Swing anklingen lässt: „Es ist ein minimalistisches Stück, das aus dem Spaß an der Freude geboren wurde“, so Godemann. „Es musste einfach sein. Es schrieb sich selbst und wollte in die Band.“ Auch Katharsis, dessen Zusammenhang sich erst am Ende durch die Rückkehr zum Anfang vollkommen offenbart, vibriert durch seinen unterliegenden Groove, der präsent ist, auch wenn er sich in Stille zurückzieht, Rain dagegen fängt mit seinen Polyrhythmen den sprichwörtlichen Regen der Stadt an der Elbe ein. Talk To Me verströmt einen Nuance Funk und gibt sich paradox: Grundsätzlich in freundlichen Farben gehalten, verweist es auf die dunkle Seite des Daseins und offenbart Verwunderung und Unwillen über das, was zurzeit in der Welt vor sich geht…. Die Musik des Massoud Godemann Trios bewegt sich nicht in inhaltsloser Ästhetik, sondern setzt sich nach wie vor mit dem Leben auseinander. Zone fängt den Puls von Godemanns Heimatstadt Hamburg ein, der sich aus scheinbaren Widersprüchen nährt. Party und Krawall liegen dort dicht nebeneinander, und der Komponist fragt sich, warum sein Viertel zum „Gefahrengebiet“ erklärt wurde und er eine Passkontrolle über sich ergehen lassen muss. Mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, kann durchaus Schmerzen – Hurt – verursachen und die Katharsis zwingt dazu, sich in einer sich verändernden Wirklichkeit stets neu zu verorten.

Aber der Antrieb für Massoud Godemann besteht darin, die Schönheit im vermeintlich Hässlichen zu finden. Daher bleiben seine Kompositionen stets konstruktiv, suchen nach dem Juwel im Dreck und genießen die Liebe, die sich zwischen den Dingen offenbart. Daher entfaltet sich innerhalb der Songs immer irgendwo der Lichtblick, der das Leben – und die Musik des Trios – zum Leuchten bringt. Selbst in den vermeintlich abstrakteren Sequenzen wird man immer das Ganze sehen können, das sich aus Puls und Farbe zusammensetzt. Kulminierend in der Hoffnung des Künstlers, dass Wahrhaftigkeit und Schönheit in dieser Zeit eine Chance haben – Hope. Nach den vielfach gelobten Alben „Fat Jazz“ (2005) und „Open Letter“ (2010) von Jazzpodium zur „Platte des Monats“ gekürt), die wie zwei Grenzsteine sich zunächst dem Groove und dann der zurückhaltenden Introspektion widmeten, ist Hope Zeichen einer Balance und Ausgeglichenheit, die dem Trio einmal mehr einen Spielraum – einen neuen Raum zum Spiel – eröffnet hat. Konnten beide Alben bereits großes Kritikerlob und die Band außergewöhnlich viel Zuspruch durch das Live‐Publikum ernten, verdeutlicht Hope, dass das Massoud Godemann Trio in der Lage ist, dem Jazz in Deutschland ein neues Kapitel zu öffnen, das Inspiration mit Innovation verbindet und Schönheit mit Inhalt verknüpft.

Tom Berge

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